Nachteilsausgleich

Magdalenes Blog
Donnerstag, 22. Juni 2017 - 12:00

Nachteilsausgleich!

Der aktuelle Gleichstellungsbericht der Bundesregierung bestätigt das „Gender Care Gap“ hierzulande. Wobei „Gender“ das lobenswerte – nicht allein - regierungsseitige Bemühen bezeichnet, Männern und Frauen auf allen Gebieten jeweils ihrem Geschlecht entsprechend gerecht zu werden. Allerdings klafft nach Aussage des neuen Gleichstellungsberichts noch immer eine Lücke (Gap) im Zusammenhang von fürsorglichem Umgang (Care) mit beiden Geschlechtern.
Bis heute arbeiten Frauen 87 Minuten/ Tag länger – bzw. 52 %/ Tag mehr - als Männer. Es handelt sich um unbezahlte Arbeit, wie ehrenamtliche Betätigung, versteht sich. Zudem sind die Bruttoverdienste von Frauen bei bezahlter Arbeit um 21% niedriger als die der Männer. Auch kriegen Frauen im Durchschnitt deutlich niedrigere Renten. Sie wählen nämlich häufiger gering entlohnte Berufe, unterbrechen oft genug ihre Erwerbstätigkeit aus familiären Gründen und sind unterrepräsentiert in Führungspositionen.
Allerdings fordert das Grundgesetz in Artikel 3 die Gleichstellung der Geschlechter, sowohl was die Bildung als auch was das Erwerbsleben angeht.“Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ (3)
Demnach sollte die Bundesregierung endlich dafür sorgen, dass der politische Rahmen so gestaltet wird, dass Frauen zwischen verschiedenen Lebensmodellen wählen können, ohne Männern gegenüber weiterhin benachteiligt zu sein. Was ist die Lösung? Worin bestünde ein Ausgleich? Der Zauberslogan kann aus meiner Sicht nur heißen:

Grundeinkommen für alle Frauen!

Quellen:

  1.  Stefan Vetter; Regierung sieht große Nachteile für Frauen – in: Saarbrücker Zeitung – Aufmacher/ Deckblatt - 22.06.2017
  2.  Stefan Vetter: Der Weg zu gleichen Chancen bleibt ein Marathon – in: Saarbrücker Zeitung – Leitartikel S. A4 – 22.06.2017
  3. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 3,2: Gleichheit vor dem Gesetz – S. 14 - Textausgabe, Stand September 2002 - Hrsg.: Deutscher Bundestag – Verwaltung